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  „Kinder haben schöne Träume, Kinder träumen immer schön. Sie träumen von wundersamen Dingen, von Leuten groß und klein.“ von Ludwig Fischer


Träumen wir weiter mit diesen schönen Gedichten!

 
JAHRESZEITEN

  


Jahreszeiten

Eia, popeia,

der Frühling ist frisch,

wir gehen ins Freie

und fangen ein‘ Fisch.


Eia, popeia,

der Sommer ist heiß,

wir nehmen ein Seebad

und schlecken ein Eis.


Eia, popeia,

der Herbst der ist naß,

wir brauchen die Schirme -

der Most gärt im Faß.


Eia, popeia,

der Winter ist kalt,

wir sitzen am Feuer -

das Christkind kommt bald.

von Josef Michaelis


 

                                  FRÜHLING

 

Frühling


Die Sonne scheint,

die Wiese keimt,

das Gras ist grün,

schon Veilchen blüh'n.


Das Bächlein rauscht,

der Schäfer lauscht:

das Dorf ist laut,

der Mensch, er baut.


Ein Schlepper knallt,

die Gegend schallt.

Vom Wald singt klar

die Vogelschar.


Dort weit ein Baum,

man sieht ihn kaum,

doch bringt die Luft

den Blütenduft.


Ist frisch die Flur,

auch die Natur,

die Lenzfee winkt:

etwas beginnt.


Bald kommt ein Fest,

das Kind macht Nest -

ein Hase streut

die Osternfreud‘.

von Josef Michaelis



Schmetterling

Falter, Falter, Schmetterling,

wo verlorst du deinen Ring?"


„Vielleicht bei dem Hirtentäschel,

oder bei der Ackerwinde,

vielleicht bei der Taubnessel,

oder bei der süßen Linde,

vielleicht bei der Platterbse"-

„So wirst aber keine Braut!"


„Falter, Falter, Schmetterling,

wo verlorst du den Silberring?"


„Suche schnell noch deinen Ring,

sonst bleibst alleine, Schmetterling!

Ring, Ring, Silberring,

sonst bleibst alleine, Schmetterling!"

von Josef Michaelis

 

                                    SOMMER

      

Trarira, der Sommer der ist da

Trarira, der Sommer der ist da!

Wir wollen in den Garten,

woll‘n auf den Sommer warten.

Trarira, der Sommer der ist da!


Trarira, der Sommer der ist da!

Wir wollen an die Hecken

und woll'n den Sommer wecken.

Trarira, der Sommer der ist da!


Trarira, der Sommer der ist da!

Der Sommer hat gewonnen,

der Winter hat verloren.

Trarira, der Sommer der ist da!

/Volkslied


Sommerregen

Der Kuckuck auf dem Nußbaum saß,

da kam der Regen, macht ihn naß,

kam der Liebe Sonnenschein,

trocknete das Vögelein.

Volksreim


Sommerfäden tanzen

Sommerfäden tanzen,

tanzen um den Baum.

Rote Äpfel lachen

aus dem grünen Baum.


Graue Nebel tanzen,

tanzen durch das Laub.

Sommer ist zu Ende,

gelb sind Gras und Laub.


Gelbe Blätter tanzen,

tanzen übers Gras.

Rote Äpfel fallen

nun herab ins Gras.

von Erdmute Freitag


 

                     

HERBST

  

September


Wind, Wind

gedulde dich

geling, geling.

September, September

kehrt wieder,

kehrt wieder.


Wind, Wind,

gelind, gelind.

Vergißmeinnicht

ziert mein Gedicht.


September, September

zieht wieder,

zieht wieder.

von Valeria Koch


Schulbeginn


Rauschschwalben plaudern über Reisedaten

und Grillensang reift abends neuen Wein -

Was zeigt das, Kinder? Könnt ihr es ‘mal raten?

Zur Schule muß bald jeder, groß und klein.


Holt ‘vor das Buch, den staubbedeckten Ranzen,

die Lineale und den Stundenplan,

im Heft wollen die Füller nochmals tanzen,

nach Ferien ist wieder das Lernen d'ran.


Als alter Schüler möchte‘ ich etwas sagen:

Lest jeden Stoff, nicht nur was euch gefällt -

verbringt die Zeit mit wertschaffenden Tagen,

paßt auf, dann öffnet sich die ganze Welt."

von Josef Michaelis

 
WINTER


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Der Brauch, dass der Nikolaus in Begleitung des Knecht Ruprecht am 6.Dezember den braven Kindern Äpfel, Nüsse und andere Geschenke bringt, ist bereits seit dem 12. Jahrhundert in Mitteleuropa verbreitet. In der Gestalt des Heiligen Nikolaus wird dem im 4. Jahrhundert im lykischen Myra (das heutige Demre) wirkende Bischof Nikolaus gedacht. In Demre kann man heute noch die Nikolausbasilika besichtigen. Das Grabmal allerdings,  das sich in der Kirche von Adalia (heute Antalya) befand, wurde im Mittelalter von italienischen Piraten geplündert; seit 1087 sind die Reliquien in Bari, und von Italien aus begann  die Verehrung des Nikolaus im europäischen Raum. In der letzten Zeit hat sich die Gestalt des Heiligen immer mehr zum Weihnachtsmann gewandelt, der etwa in den USA in der Figur des Santa Claus erst am Weihnachtsmorgen die Geschenke bringt.

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Nikolaus, du guter Mann,
hast einen schönen Mantel an.
Die Knöpfe sind so blank geputzt,
dein weisser Bart ist gut gestutzt,
die Stiefel sind so spiegelblank,
die Zipfelmütze fein und lang,
die Augenbrauen sind so dicht,
so lieb und gut ist dein Gesicht.
Du kamst den weiten Weg von fern,
und deine Hände geben gern.
Du weisst wie alle Kinder sind:
Ich glaub, ich war ein braves Kind.
Sonst wärst du ja nicht hier
und kämest nicht zu mir.
Du musst dich sicher plagen,
den schweren Sack zu tragen.
Drum, lieber Nikolaus,
pack ihn doch einfach aus.



 

 


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Donászy Magda: Télapó érkezése

Megérkeztem Tél országból,
kisgyerekek: -Jó napot!
Tudom, nagyon vártátok már,
hogy múljanak a napok.
Siettem is tihozzátok
csengős szánon, szaporán.
Szikrát szórt a szarvas talpa,
úgy suhant az út porán.
Fürge lába belefáradt.
Messzi van a mesevár.
Túl az ezer jéghegyerdőn,
hová sosem ér a nyár.

Ott van az én széllel-bélelt,
hóból épült palotám.
A kemény fagy jégvirágot
zúzmaráz az ablakán.
Van egy kicsiny toronyszobám.
Benne furcsa műszerek.
Világhírű messzelátóm
jég-üvegén hókeret.
Ha én abba betekintek,
-higgyétek el nem csoda-
akármilyen messze laktok,
mégis ellátok oda.

Hol, mit láttam, nagy könyvembe
minden este beírom.
Megtelt könyvem sok-sok lapja,
elfogyott a papírom.
Tudjátok, hogy rádiómnak
a világon párja nincs?
Csönddel bélelt palotámban
valóságos drága kincs.
Ha gyermekek énekelnek,
a szívemhez szól a dal,
s úgy érzem, hogy nem vagyok vén,
hanem újra fiatal.

Tip-top, tip-top! Körbejárok
az üveghegy tetején,
amikor a messzeségből
víg dalotok száll felém.
Ha a táncban elfáradtam,
megpödröm a bajuszom,
bebújok a hóágyamba,
nyújtózkodom, aluszom.
Mikor aztán felébredek,
ajándékot keresek
Piros almát, aranydiót,
feketemák-szemeket.

Feneketlen zsákom mélyin
citrom-narancs is akad,
osszátok szét gerezdenként,
veszekedni nem szabad!
Kedvetekért jövőre is
telitömöm zsákomat,
ezer évig megtartom még
ezt a jó szokásomat.
Búcsúzóul daloljatok.
Integessen kezetek.
Hó szarvasom az udvaron
pihenhetett eleget.

Holnap már a mesehegyről
tekint ide Télapó!
Küldjek erre hófelhőket?
Örültök, ha hull a hó?
Frissen esett pihe hóban
hó csatázni sem tilos.
Attól lesz majd jobb az étvágy,
s az arcotok szép piros.
Na most rajta! Repülj szánom!
Hó szarvasom! Hoppla-hopp!
Kisgyerekek jó étvágyat,
mindenkinek jó napot

  
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